Neue Trainerin unserer Liga-Damen

Trainerin

Factbox:

Name: Renate Riek-Bauer

Geburtstag: 11.3.1960

Geburtsort: Stuttgart

Beruf: Designerin bei Mercedes Benz in Altersteilzeit

Größter Erfolg: 6. Platz Olympische Spiele LA

Ein Leben rund um Volleyball

Volleyball und Schule

Erst mit 14 Jahren kam Renate durch Zufall zum Volleyball. Eine Freundin spielte regelmäßig in einer Runde mit und Renate holte sie regelmäßig ab und durchs Aushelfen in dieser Runde startete eine sehr erfolgreiche und facettenreiche Volleyballkarriere.
Nach dieser ersten Berührung mit dem Volleyball war der Wegstein zum Verein gelegt. In ihrem ersten Verein TuS Stuttgart spielte sie sich mit ihrem Jugendteam bis zur zweiten Liga in Deutschland und spielte im Jugend-, Junioren- und Damennationalteam. In ihrem Matura-Jahr spielte Renate sowohl im Junioren- als auch zeitgleich im Damennationalteam.

Volleyball und Studium

Nach absolvierter Matura studierte Renate an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und spielte weiterhin im Nationalteam. Mit 20 wechselte sie zu Lohhof München in die 1. Liga und wurde dort erstmals Deutscher Volleyball-Meister und gewann den DVV- Pokal. Studium und Volleyball als Spitzensportlerin unter einen Hut zu bringen ist nicht einfach, doch in ihrem Stuttgarter Umfeld bekam sie die notwendigen Unterstützung so konnten sowohl im Sport als auch in der Ausbildung Erfolge eingefahren werden.
Renate spielte in verschieden Vereinen und wurde mehrmals Deutsche Meisterin und Pokalsiegerin. Sie spielte mit dem Nationalteam bei Europameisterschaften und Weltmeisterschaften und belegte bei den Olympischen Spielen 1984 in LA Rang 6.

Volleyball und Arbeit

Ihr langjähriger Arbeitgeber die Daimler AG unterstützte und förderte in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Hochleistungssportler, dies bot Renate einen perfekten Start in die Arbeitswelt.
Volleyball zieht sich durch egal ob Schule, Studium, Arbeit oder Privatleben, aber warum Volleyball?
Für Renate der Teamsport bei dem alles geboten wird. Eine vielseitige Ballsportart ohne direkten Körperkontakt mit dem gegnerischen Team. Sowohl das taktische Verständnis, das Gestalten und Dirigieren auf dem Spielfeld, die athletische Herausforderung, die Power und Schnelligkeit sowohl bei Abwehr und Annahme aber auch die notwendige Präzision. Der Sport hat ihr in allen Facetten immer Spaß gemacht, egal wie oft trainiert wurde und wie hart – einzig den Medizinball mochte sie nie.
Besonders waren die vielen Aktivitäten und Erlebnisse außerhalb vom Spielfeld. Ein stetig wachsender Freundeskreis und dies weltweit. Wettkämpfe in ganz Europa, Nord- und Südamerika und in vielen asiatischen Ländern, brachten interessante und wertvolle Einblicke in die verschiedenen Lebensformen und Kulturen.

Position:

Mit knapp 1,70 m wurde Renate zur Zuspielerin und sie machte ihren Job wirklich gerne. Das Spiel zu lesen und lenken – immer – egal ob im eigenen oder gegnerischen Spielfeld und mit 100% dabei zu sein war für Renate ein Genuss.
Nachdem Renate ihre aktive Karriere vermeintlich beendete äußerte sie gegenüber ihrem Ehemann Rüdiger, der eigentlich nichts mit Volleyball zu tun haben sollte, dass sie gerne wieder einen Stuttgarter Volleyballverein zurück in die 1. Liga bringen möchte und am liebsten noch einmal selbst auf dem Feld stehen möchte. Rüdiger meinte dazu nur, dass dies unter diesen Umständen schnell geschehen müsse. Mit unheimlich viel Einsatz in allen Bereichen die es erforderte, schafften die beiden das noch heute sehr erfolgreichen Volleyballteam des MTV Stuttgart aufzubauen. Renate war als Co-Trainerin, Kartoffelschälerin, Ticketverkäuferin und natürlich auch als Spielerin aktiv und stand mit 49 Jahren das letzte mal in der ersten Liga auf dem Spielfeld. Wieder ein Ziel erreicht.
Woher kommt diese Kraft und der Wille? Schon als Jugendspielerin hatte Renate das Ziel, einmal zu den Olympischen Spielen zu fahren. Ziele vor Augen zu haben, diese klar zu formulieren und andererseits Chancen zu sehen und den Mut zu haben diese zu nützen, sieht Renate als ihr Erfolgsrezept. Ihr Ehrgeiz und Spaß an der Sache, sowie die nötige Neugierde und Experimentierfreude waren zusätzlicher Antrieb. Natürlich mit einer Portion Glück und Vertrauen in die Personen um einen herum.

Volleyball-Philosophie und Ziel mit dem VC Egg

Jeder hat seine Aufgabe - egal ob Spieler oder Trainer sollte jeder sein eigenes Ziel aber auch das Ziel des Teams verfolgen. Jeder kann Wertvolles beitragen und gleichzeitig den anderen in seiner Rolle akzeptieren. Nur so kann ein Team auch in schwierigen Momenten funktionieren und die gemeinsame Freude am Sport (er)leben.
Renate freut sich das Wissen aus ihrem Erfahrungsschatz weiterzugeben, Volleyball macht ihr nach wie vor jede Menge Spaß. Der (kleine) VC EGG ist eine neue Chance die sie in ihrer neuen Heimat, dem Bregenzerwald, nutzt. Wir freuen uns sehr.

(Eva Maria)

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